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Im Drill wie ein Rapfen, beim Jiggen wie auf Zander, beim Twitchen oder Topwatern wie auf Barsch – der Wolfsbarsch vereint das Beste aus mehreren Welten und macht dabei keine Kompromisse. Wer ihn einmal am Haken hatte, weiß wovon ich rede. Die Köderführung ist situativ und es gibt unzählige Wege die Wölfe zu fangen. In diesem Artikel bekommt ihr meine Tackle-Empfehlungen – sowohl vom Ufer als auch vom Boot.
Bei den Ruten habt ihr etwas Spielraum – ich komme mit Wurfgewichten zwischen 21g und 35g bestens aus. Mein klarer Favorit ist die TR Special Shad, weil sie Jiggen, Twitchen und Topwatern gleichermaßen beherrscht. Für das Uferfischen empfehle ich die 2,70m-Variante, die bei Muschelbänken, steilen Kanten und Molenköpfen einfach mehr Kontrolle gibt – die 2,40m funktioniert dagegen sowohl vom Ufer als auch vom Boot. Die Rute sollte nicht zu steif sein, aber dennoch genug Rückgrat haben um Jigs sauber zu starten und stärkere Fische kurzzuhalten. Wer zur 21g-Rute greift, bekommt maximalen Spaß – sollte aber wissen, dass die Aussteiger-Quote entsprechend steigt. Mehr als 50g würde ich hier ab auch nicht fischen. In jedem Fall könnt ihr diese Rute anschließend auch für Zander, Barsch und Rapfen nutzen.
Eine 2000er bis 3000er Rolle reicht für den Wolfsbarsch vollkommen aus. Wichtiger als die Größe ist eine geschmeidige, kraftvolle Bremse – die Fluchten sind explosiv und kommen ohne Vorwarnung. Wer regelmäßig auf größere Distanzen wirft und die Wölfe weiter draußen stehen, kann zu einer größeren Rolle greifen um mehr Schnur in die Luft zu bekommen. Rund um Rotterdam und vom Boot aus hat mir der 2000er bis 3000er Bereich aber noch nie Probleme bereitet.
Kleiner Tipp: Sowohl Rollen als auch Köder nach dem Angeln im Brack- / Salzwasser mit Leitungswasser abspülen, um Korroision vorzubeugen. Ihr könnt auch alternative Salzwasser Modelle wie die Shimano Sustain nehmen.
Topwater, Twitchen oder Jiggen – alles kann funktionieren, entscheidend ist die Tide und die Stimmung der Fische am jeweiligen Tag. Beim Topwater haben sich bei mir zwei Führungen bewährt: ein kontinuierliches Walk the Dog oder Plopper mit ganz kurzen Breaks. Beim Twitchen gilt: 2–3 aggressive Twitch, kurz stehen lassen, direkt wieder weiter – kein langes Pausieren. Am Jig führe ich den Köder genau wie beim Zanderangeln mit ähnlichen Absinkphasen. Bei den Ködergrößen bin ich mit 7–14 cm in allen Situationen gut aufgehoben. Größere Exemplare scheuen auch keine größeren Köder, meine Wohlfühlgröße liegt bei 10-12cm. Ich halte es gerne in Blau - und Silbertöne gemäß der natürlichen Meeresbeute. Gerne auch mit Glitzerpartikel.
Beim Zubehör bleibt es ähnlich wie beim Zanderangeln – eine geflochtene Schnur um die 7 kg Tragkraft im 30er bis 35er Geflecht ist meine Wahl. Wasserfeste Taschen sind am Meer kein Luxus sondern Pflicht. Wer längere Sessions plant, sollte auch den UV-Schutz nicht unterschätzen – ich achte dort bewusst auf leichte, lange Kleidung, die Sonne und Wind gleichermaßen abhält.
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